Little China Girl…

Im Zuge meines Metropolen-Hoppings war der zweite Stopp während meiner Weltreise Shanghai. Gleich auf der Fahrt vom Flughafen mit der Metro zu meiner lieben Freundin und Gastgeberin durfte ich die chinesische Freundlichkeit hautnah erleben.

Shanghai Skyline

Der nette Chinese auf dem Metrositz neben mir auf dem Weg vom Flughafen Pudong zum People’s Square nahm mit einer charmanten Selbstverständlichkeit auch noch 1/3 meines Sitzplatzes ein und sah kein Problem darin, beim Wühlen in seiner Tasche seinen Ellenbogen in meine Seite zu bohren. War ja auch etwas unverschämt von mir, einfach dort zu sitzen…

Dann also raus aus der Metro und gleich das nächste lokale Phänomen bewundern: das auf die Straße rotzen. Dabei zieht man möglichst geräuschvoll die Nase hoch (wahlweise auch anderen Schleim) und rotzt den Schleim dann in die Nähe eines Passanten auf die Straße. Dieses tolle Schauspiel kann man fast überall bewundern. Einfach klasse! Wer einmal miterleben durfte, wie Chinesen um einen Sitzplatz im Bus kämpfen (und wenn ich kämpfen sage, dann meine ich das genau so), der wird den Berliner am Bahnhof Friedrichstraße geradezu höflich finden. Mindestens zehn Leute drückten sich abends mit Ellbogen und allen erdenklichen anderen Mitteln von der Bustür weg. Ein echtes Schauspiel.

Aber Shanghai hat mich dann doch beeindruckt. Der Blick vom Bund auf die Skyline mit Shanghais Wahrzeichen ist auf jeden Fall spektakulär. Dank meiner lieben Freundin bin ich ebenfalls in den Genuss eines Getränks im 95. Stock des World Financial Centers (oder aber auch „Flaschenöffner“) gekommen. Das war wirklich eine Erfahrung, die man nicht jedes Wochenende macht. Ebenso empfehelnswert ist die French Concession, der Stadtteil in dem früher die französischen Handelsleute gewohnt haben, mit ihren schmalen und charmanten Gassen, in denen sich heute viele Geschäfte, Boutiquen und Cafes erkunden lassen.

In einer dieser Galerien habe ich auch ein hübsches Geburtstagsgeschenk für meine Schwester gefunden. Wieso das Geschenk dann trotzdem irgendwie zu spät angekommen ist? Nun ja, da spielten wohl 1/3 Faulheit und 2/3 laotisches Neujahr eine entscheidende Rolle…

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2 Kommentare

  1. Schön, dass dir Shanghai dann doch noch etwas gefallen hat! 🙂 Ich habe in der Stadt studiert und einfach mein Herz an Shanghai verloren. Ja, die Sitten der Chinesen sind etwas gewöhnungsbedürftig aber ich habe auch tolle Erfahrungen machen dürfen.
    Liebe Grüße,
    Kaja

    • Hallo Kaja,
      oh ja, Shanghai war schon beeindruckend. Wenn man dort längere Zeit ist, bekommt man natürlich noch mal einen ganz anderen Eindruck 🙂
      Liebe Grüße,
      Imke

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