Tipps für ein Wochenende in London

London Wochenende Tipps

Es weihnachtet sehr! Im Rahmen der tollen Blogwichtel-Aktion von Sabine von Ferngeweht durfte ich mich auf einen Gastbeitrag von einem anderen Blogger freuen, nämlich auf einen Beitrag von Daniela von Sinne und Reisen. Sie versucht auf ihren Reisen immer ihre besonderen Bedürfnisse nach Ruhe und Entspannung in Einklang mit ihrer Neugier auf fremde Länder zu bringen. In ihrem Gastbeitrag nimmt sie dich mit auf ein spannendes Wochenende in London.

Kurztrip London – Tipps für ein Wochenende

Entschuldigung, Sir?!

Auf welchem Gleis fährt der Zug nach St Pancras ab?

Ich stehe am Londoner Flughafen Gatwick und bin überfordert.

Dabei war ich schon mal hier.

Diese Menschenmassen, die alle möglichst schnell vom Flughafen in die Innenstadt möchten, sorgen für Chaos in meinen Synapsen.

Schnell weg von hier.

Gott sei Dank habe ich schon meine Oyster Card, die ich nur noch aufladen muss. 40 £ müssten erst mal reichen. Eine Fahrt vom Flughafen kostet 8 £ einfach. Dann noch ein bisschen in London umherfahren… passt.

Das Gleis nach St Pancras ist dann schnell gefunden und ich sitze im Zug der Thameslink Zuggesellschaft. Dieser bringt mich in ca. 50 Minuten zum Bahnhof St Pancras. Nicht weit von hier liegt das Hotel ibis Euston, in dem ich die nächsten beiden Tage übernachte.

Im Bahnhof St Pancras stärke ich mich erst einmal mit einem Sandwich bei Costa Coffee. Übrigens neben Pret à Manger ein toller Ort, um einen kleinen Imbiss und leckeren Kaffee einzunehmen. Diese Ketten liegen häufig verteilt in ganz London.

Danach geht es ins Hotel, obwohl es erst 13 Uhr Uhr ist, darf ich schon in mein Zimmer, schnell noch etwas frisch machen und auf zum ersten Programmpunkt meiner London Reise.

Crodoughs in der Rinkoff Bakery

Crodough in der Rinkoff Bakery

Der Crodough in der Rinkoff Bakery.

Mit der U-Bahn geht es nach Whitechapel, wo ich die Rinkoff Bakery suchen möchte, die leckere Cronuts verkauft. Eigentlich heißen die ja nicht Cronuts, sondern Crodoughs. Denn die Cronuts® sind von der Dominique Ansel Bakery markenrechtlich geschützt.

Ich bin enttäuscht von den Crodoughs der Rinkoff  Bakery. Ich wusste ja, dass Cronuts fettig sind, aber diese Dinger sind doch ganz schön mächtig und liegen mir schwer im Magen.

 

 

Weihnachtliche Stimmung im abendlichen London

London Wochenende TippsNach einer kurzen Pause geht es gleich weiter zum Picadilly Circus. Von dort ist es ein Katzensprung zum Queen’s Theatre, in dem ich an diesem Abend mein Lieblingsmusical „Les Misérables“ anschauen werde. Ich hole nur schnell das Ticket ab und starte einen Rundgang durch das Londoner Westend. Sämtliche Straßen sind schon weihnachtlich geschmückt und strahlen festlich um die Wette.

Zu Fuß geht’s weiter zum Covent Garden. Überall blinkt und funkelt es. London hat sich echt schön herausgeputzt zu Weihnachten. Es liegt eine ganz besondere Stimmung in der Luft, trotz der Hektik der Großstadt liegt ein Schleier aus Ruhe und Besinnung über London. Mir gefällt diese Stimmung, auch wenn mir jetzt schon ein wenig kalt geworden ist. Für so einen Winterspaziergang bin ich doch wohl nicht richtig angezogen. Daher werde ich am nächsten Tag erst mal die Geschäfte in der Oxford Street plündern müssen, um mich wintertauglich auszustatten.

“ I dreamed a dream“… „Bring him home“…

London Les miserablesIch liebe die Musik des Musicals „Les Misérables“. Überhaupt liebe ich Musicals und „Les Misérables“ ist eins meiner Lieblingsmusicals, wenn nicht DAS Lieblingsmusical. Bei einem Besuch in London darf so ein kultureller Abstecher sowieso nicht fehlen. So habe ich darüberhinaus noch die Musicals „Miss Saigon“, „Das Phantom der Oper“ und „Wicked“ gesehen. Ich kann dir das nur empfehlen. Neben New York werden nur in London Musicals auf derart gutem Niveau gezeigt. Das Queen’s Theatre, in dem ich „Les Misérables“ gesehen habe, wurde bereits 1907 eröffnet und sogar Marlene Dietrich gastierte dort mit Cabaret bereits. 2010 dann feierte „Les Misérables“ seinen 25-jährigen Geburtstag im Queen’s Theatre.

Die Tickets für die Musicals habe ich bisher immer Monate vorher direkt auf der Seite des Theaters gekauft und dann vor Ort hinterlegen lassen. Die Vorstellungen sind sehr beliebt und immer gut besucht, so dass diese rasch ausgebucht sind. Vereinzelte Tickets kann man bestimmt vor Ort noch spontan kaufen, aber verlassen würde ich mich darauf nicht.

Wo finde ich hier noch etwas zu essen?

Nach dem ersten anstrengenden Tag habe ich noch versucht, nach dem Musical etwas zu essen finden. Was allerdings gar nicht so einfach war. Die umliegenden Restaurants schließen gegen 23 Uhr und nehmen kurz davor meist auch keine neuen Gäste an. So kam es, dass ich notgedrungen bei Five Guys landete, eine Burger Imbisskette.

Besser als nichts, dachte ich, aber das Wahre war es nicht. Besser ist es, du machst dir bereits vor einem Musical Besuch Gedanken über deine Nahrungsaufnahme. Mit einem fettigen Hot Dog im Magen ging es zurück ins Hotel, wo ich nur noch hundemüde ins Bett fiel.

Die Cronuts sind los

Ich liebe Cronuts. Frisch erholt ging es am Samstagmorgen zur Dominique Ansel Bakery, wo ich Cronuts vorbestellt hatte und nun abholen wollte. Ein Traum. Der Cronut zergeht förmlich im Mund, nicht nur außen knusperig, sondern innen herrlich mit einer leckeren Füllung versehen, ist es eine kulinarische, wenn auch fettige Freude. Mehr über mein Cronut Abenteuer kannst du übrigens hier lesen. Ich habe hier wirklich einen Lieblingsort in London gefunden.

Spaziergang durch das Londoner Westend

Irgendwann kann ich mich dann doch von der Bäckerei lösen und wandere Richtung Buckingham Palace. Stand eigentlich nicht auf meinem Plan, aber der Spaziergang war eine willkommene Gelegenheit, um die völlig (un-)nötigen Kalorien des Cronuts abzuarbeiten.

Von dort führte mich mein Weg weiter zum Trafalgar Square, über die Regent St dann zur Oxford St. Ich mag die Oxford St nicht sonderlich, da diese einfach mit viel zu vielen Menschen vollgestopft ist. Aber da ich mich ja noch wintertauglich machen wollte, sind die Geschäfte dort eine gute Gelegenheit.

Kurztrip London – Sky Garden

Inzwischen ist es kurz vor 15 Uhr. Zeit, um mich auf den Weg zum Sky Garden zu machen. Ich hatte vorab online Tickets dafür besorgt und musste nun rechtzeitig zu meiner Einlasszeit um 16 Uhr dort sein. Der Sky Garden befindet sich in der Fenchurch Street, in der 35. Etage eines der höchsten Gebäude in London. Von dort hat man eine fantastische Aussicht auf ganz London. Und das Beste daran ist, dass der Eintritt kostenlos ist. Einziger Haken ist, dass du dein Ticket dafür nur online ca. 3 Wochen vorher reservieren kannst. Und man muss schnell sein, denn die Tickets sind im Nullkommanix vergriffen.

London Sky Garden

Camden Market

Am nächsten Morgen brach schon mein letzter Tag in London an. Kurz aus dem Hotel auschecken und dann fix zum Camden Market. Dieser öffnet sonntags um 10 Uhr und es ist ratsam, gleich früh da zu sein, da sich ziemlich schnell die Gässchen mit Menschenmassen füllen und das Stöbern in den vielen kleinen Läden und Ständen dann nicht mehr so viel Spaß macht.

Trotz der Menschenmassen ist der Camden Market eins meiner persönlichen Highlights. Er ist ein Zusammenschluss vieler (genau genommen über 1.000) individueller Läden, vieler Kreativer und Street Food Anbieter. Seit 1974 öffnet der Camden Market nun schon seine Pforten, anfangs wurden dort Antiquitäten, Schmuck und Kunstwerke verkauft. Inzwischen sind dort hunderte Händler anwesend und verkaufen ihre Waren. Einer meiner Lieblingsläden dort ist der Taschenladen Vendula. Allein die Verkäuferin dort ist schon ein Hit, ein Original, das seinesgleichen sucht und pure gute Laune versprüht.

London Camden Market

Übrigens: Die U-Bahn Station Camden Town ist meist so überfüllt, dass diese nur für ankommende Besucher geöffnet ist. Jeder, der von dort wieder wegfahren möchte, muss auf eine andere (z. B. Mornington Crescent) Station ausweichen.

Kurztrip London – Hotel

Ich habe übrigens im Hotel ibis Euston St Pancras in der Nähe der St Pancras Station übernachtet. Ein Hotel, das ich nicht ganz uneingeschränkt empfehlen kann. Zumindest nicht im Winter. Denn im Hotel gibt es weder Klimaanlage noch eine Heizung. Wenn man Pech hat, so wie ich, bekommt man ein Zimmer, in dem es extrem kalt ist und aus dem Lüftungsschacht ständig zieht. Je nachdem an welchen Mitarbeiter vom Hotel man dann gerät, wird einem trotzdem geholfen oder nicht. Ich konnte in ein anderes Zimmer in einem anderen Flügel des Hotels umziehen, in dem es dann nicht mehr ganz so kalt war. Für mich als Frostbeule war das eine Herausforderung. Wer nicht ganz so temperaturempfindlich ist, findet dort eine gute Adresse in London.

Ansonsten ist das Ibis eine relativ preisgünstige und vor allem perfekt an das öffentliche Verkehrsnetz angebundene Möglichkeit, in London zu übernachten. Die Zimmer sind ausreichend groß – in London geht es grundsätzlich eher klein zu – und sauber. Es gab sogar einen Wasserkocher mit Tee und Kaffee auf dem Zimmer. Merkwürdig fand ich, dass es für 2 Personen in einem Zimmer nur 2 Handtücher gab. Wenn man danach fragt, erhält man auch weitere. Hervorzuheben sind auf jeden Fall die Betten im Ibis. Die sind einfach traumhaft. Hotelbetten und ich bzw. mein Rücken vertragen sich im allgemeinen nicht so gut, aber dort habe ich sehr gut geschlafen.

Ach ja, und nicht wundern. Die Fenster in vielen Londoner Hotels kann man entweder gar nicht öffnen oder nur einen kleinen Spalt.

Fazit

Ein Kurztrip nach London lohnt sich immer. Egal zu welcher Jahreszeit. Zu Weihnachten ist London allerdings besonders schön. Es lohnt sich daher, eine Reise im November oder Dezember zu unternehmen, vor allem auch weil die Hotelpreise dann nicht ganz so hoch sind.

 

Über die Gastautorin

Daniela von Sinne und Reisen versucht auf ihren Reisen immer ihre besonderen Bedürfnisse nach Ruhe und Entspannung in Einklang mit ihrer Neugier auf fremde Länder zu bringen.

 

Vielen Dank an Daniela für den tollen Blogwichtel-Beitrag!
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2 Kommentare

  1. Ich werde im Dezember 2017 auch nach London fliegen und freue mich schon riesig! Zuletzt war ich vor 4 Jahren dort und es kommt mir ewig lang her vor.
    Danke für deine Tipps – ich muss dann wohl mal einen Cronut probieren 😉
    Sabine

    • Hach schön! London geht ja irgendwie immer 😉 Die Tipps stammen ja streng genommen von der lieben Daniela von Sinne und Reisen. Aber ich freu mich natürlich, dass der Artikel dich inspiriert!
      Liebe Grüße
      Imke

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