Jordaniens Süden: Wüstenfeeling in Wadi Rum und Tauchspots in Aqaba

Wadi Rum Jordanien

Wenn du eine Rundreise durch Jordanien machst, sollten Wadi Rum und Aqaba in deinem Reiseplan nicht fehlen.

Egal ob du dich nun für eine Jeeptour, eine Heißluftballonfahrt oder eine Kameltour entscheidest, Wadi Rum in Jordanien wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit neben Petra eines der Highlights deiner gesamten Zeit in diesem schönen Land werden. Wieso ich davon so überzeugt bin? Na – Achtung, schlechter Wortwitz – Wadi da-Rum!

Aber jetzt mal ohne Witz. Die Wüste zählt zu den schönsten der Welt und ist so außergewöhnlich, dass sie schon oft als Filmkulisse diente. Nicht nur für „Lawrence von Arabien“, sondern zum Beispiel auch für den Film „Der Marsianer“. Wenn du diesen Ort betrittst, dann wirst du über die karge, aber gerade auch deshalb so interessante Landschaft hoffentlich genauso staunen, wie ich.

Impressionen aus Wadi Rum Jordanien

Wadi Rums Farbenspiel

Ich war beispielsweise noch nie an einem Ort, wo es so roten Sand gab. Und vor allem war ich noch nie an einem Ort, wo der rote Sand so plötzlich in gelblichen übergeht. In Wadi Rum nesteln sich rote Felsen an hellen Sand und umgekehrt. Wenn du erst einmal oben auf einer Düne stehst und das Tal überblicken kannst, wird dir das Farbenspiel sicher auch schnell auffallen – und sich in dein Herz schleichen.

Wadi Rum Jordanien Farbenspiel

Roter Sand geht hier in hellen Sand über.

Wadi Rum bietet dir ein bisschen Abenteuer Flair

Es ist ja schon per se etwas abenteuerlich, in die Wüste zu gehen. Wie abenteuerlich deine Reise an diesen unwirklichen Ort wird, kannst du selbst bestimmen. Ich habe mich damals für eine eintägige Jeeptour entschieden. Eine mehrtägige Wanderung oder Pferdetour macht es natürlich etwas abenteuerlicher. Wenn du auf dem Weg durch die Wüste Wadi Rum an den üblichen Knotenpunkten Halt machst, bieten sich außerdem noch einige weitere Aktivitäten an. Sandboarding und akrobatische Luftsprünge auf einer ziemlich hohen Steinformation sind nur zwei davon.

Wadi Rum Kamel

Nicht unbedingt „abenteuerlich“, aber trotzdem cool: Baby Kamele füttern!

Wadi Rum Beduinen Camp

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Übernachtung in einem Beduinen Camp in Wadi Rum. Am Abend gab es traditionelles Essen, Shisha und natürlich süßen Tee.

Da es in der Wüste kein künstliches Licht gibt, kannst du hier nachts den Sternenhimmel bewundern. Und ich meine nicht den Sternenhimmel, wie du ihn aus Köln oder Berlin kennst. Sondern einen Sternenhimmel, an dem du die Milchstraße sehen kannst. Grund genug für Travelbook, Wadi Rum als den „vermutlich schönsten Ort zum schlafen“ zu küren. Da musst du dich doch mal selbst überzeugen, oder?!

Jordanien Wadi Rum Chicken Rock

Unsere Tourguides, die auf dem „Chicken Rock“ Blödsinn machen.

Für dieses einmalige Erlebnis musst du vielleicht deine Komfortzone verlassen, denn ein Beduinen Camp ist kein 5-Sterne-Hotel. Aber genau diese (kurzzeitige) Rückbesinnung auf das Wesentliche macht die Nacht im Wadi Rum Beduinen Camp zu einer besonderen Erfahrung und eines meiner absoluten Jordanien Highlights.

Wadi Rum: Gut zu wissen
  • Wadi Rum liegt ca. 105 km von Petra und ca. 62 km von Aqaba entfernt. Die Fahrt von Petra dauert ca. zwei Stunden. Von Aqaba erreichst du Wadi Rum in ca. einer Stunde.
  • Am Visitor Center müssen alle Besucher ein Ticket für 5 JD kaufen.
  • Touri-Falle: Deshalb werden am Visitor Center Leute stehen, die versuchen dich übers Ohr zu hauen. Sie sagen dir, dass sie dir das Ticket besorgen oder dass sie deinen Guide kennen und dich abholen sollen. Glaub ihnen auf keinen Fall! Geh einfach selber zum Schalter, kaufe dein Ticket und fahre dann weiter.
  • Jeeptour + Übernachtung: Für eine Jeeptour empfehlen kann ich Bedouin Directions. Mehedi organisiert nicht nur die Ausflüge, er hat auch ein kleines Camp.
  • Kosten: Unsere Tagestour mit dem Jeep hat 40 JD pro Person gekostet. Die Übernachtung im Camp kam mit je 25 JD pro Person noch hinzu.
  • Du brauchst eine zweite Meinung? Dann schau doch auch einmal bei Julia von globusliebe.com vorbei. Sie war ebenfalls in Wadi Rum unterwegs und fand es sehr beeindruckend.

Aqaba: Jordaniens Taucherparadies am Roten Meer

Wir sind am nächsten Morgen von Wadi Rum nach Aqaba gefahren und haben dort beim Tauchen in Jordanien den Wüstensand wieder abgespült.

Wusstest du schon…?
  • Um ein natürliches Riff und ein gutes Tauchrevier zu schaffen, wurde 1986 das Wrack der Cedar Pride an der Küste versenkt – mit Unterstützung der jordanischen Königsfamilie. Das Wrack liegt nicht sehr tief, weshalb du es auch mit dem Taucher-Seepferdchen „Open Water Diver“ anschauen kannst.
  • Die jordanische Königsfamilie „tauschte“ 6.000 Quadratkilometer Wüste gegen 12 km Küste mit Saudi Arabien. So konnte Aqaba florieren und sowohl dem Hafen als auch dem Tourismus gerecht werden.
  • Die Tauchspots am Roten Meer zählen zu den besten auf der Welt!

Tauchen in Jordanien war ich mit dem Aqaba International Dive Center, die ich wirklich uneingeschränkt empfehlen kann. Die Jungs haben mich sehr vorbildlich zu einem Refresher Dive „gezwungen“, da mein letzter Tauchgang etwa drei Jahre zurück lag.

Genau aus diesem Grund kann ich dir leider zum Wrack gar nicht so viel sagen. Ich war einfach krass damit beschäftigt, mein Equipment und mich unter Wasser unter Kontrolle zu halten. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass man Tauchen so sehr wieder verlernt. Aber ich kann dir sagen: Es ist nicht wie Radfahren.

Mein Divemaster Adam war jedoch sehr geduldig und bei unserem zweiten Tauchgang im Roten Meer am „Japanese Garden“ lief es dann auch schon wesentlich besser. Den „Japanese Garden“ möchte ich dir als Tauchspot daher auch empfehlen. Wir haben dort so viele bunte Fische, Korallen und und und gesehen… es war einfach der Wahnsinn! Mein Eindruck war, dass die Unterwasserwelt (gerade die Korallen) hier viel besser erhalten war als an einigen Tauchspots in Asien.

Wenn du in Aqaba wie ich am öffentlichen Strand (dort liegt der „Japanese Garden“) tauchen gehst, sei darauf vorbereitet, angestarrt zu werden. Touristen und Taucher (und tauchende weibliche Touristen) sind quasi eine kleine Attraktion. Adam und ich – beide groß und blond – schleppten also unter den Blicken der Jordanier die Tauchsachen zum Strand. Aber hey, das mit der Attraktion hatte ich ja schon seit Jerash wieder gut drauf…

Warst du auch schon einmal in Wadi Rum oder Aqaba? Was waren deine Highlights? Verrate es mir in den Kommentaren. Ich freu mich!

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3 Kommentare

  1. Schöner Bericht und tolle Fotos, die wirklich Lust auf einen Jordanien-Trip machen! Wir denken dabei an April, das dürfte ja eine gute Zeit sein. Die Frage ist allerdings, was so ein eher kleines Land neben Wadi Rum, Totes und Rotes Meer landschaftlich noch zu bieten hat?
    Möglich wäre ja auch Marokko, das für einen Roadtrip vielleicht mehr bietet. Wir sind noch unentschlossen, aber Jordanien ist im Rennen! 🙂

    • Hallo Klaus,

      danke für die lieben Worte 🙂 Jordanien kann ich wirklich nur empfehlen. April passt auch super als Reisezeit. Also abgesehen von den von dir genannten Punkten gibt es auch noch Jerash (was halt eher Ruinen sind) und die landschaftlichen Hightlights Wadi Mujib und das Dana Naturreservat. In Wadi Mujib und Dana war ich leider nicht, aber beides hört sich spannend an. In Wadi Mujib kannst du beispielsweise Canyoning machen und Dana soll spektakuläre Wanderungen bieten.

      Die Frage ist glaube ich, wie lange ihr gerne wegfahren möchtet. Ich war zwei Wochen in Jordanien. Ich denke länger als drei Wochen wird schwierig… Aber für 14 Tage ist Jordanien perfekt.

      Viele Grüße
      Imke

  2. Pingback: Der Reiseblogger-Wochenrückblick 9/2016 - Reiseblog pixelschmitt

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