Sächsische Schweiz: 3 Highlights, die du nicht verpassen solltest

Sächsische Schweiz Highlights, die du nicht verpassen solltest

Du fährst für einen Kurztrip in die Sächsische Schweiz und fragst dich, was im Elbsandsteingebirge besonders schön ist? Hier verrate ich dir meine drei Highlights!

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anchmal sehe ich Fotos von Orten, die einfach nur traumhaft aussehen – und dann bin ich ganz überrascht, wenn diese Orte in Deutschland liegen. So ging es mir auch mit der Sächsischen Schweiz bzw. dem Elbsandsteingebirge. Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich von diesem Highlight erfuhr, aber mein Interesse war geweckt und alles, was mir noch fehlte, war ein geeignetes Wochenende und geeignete Mitreisende. Beides fügte sich schließlich wunderbar zusammen und so ging ich Anfang Oktober endlich das Naturwunder bei Dresden besuchen.

Wir hatten vor Ort vier ganze Tage – also genug Zeit, um uns einen guten Eindruck vom Elbsandsteingebirge zu verschaffen und die Highlights der Sächsischen Schweiz zu erkunden. Im Vorfeld hatte ich ein wenig recherchiert, was mich interessieren würde. Heraus kamen die folgenden Punkte:

  1. Der Carolafelsen
  2. Die Schrammsteinaussicht
  3. Die Schwedenlöcher
  4. Die Stadt Pirna
  5. Und… na klar, die Basteibrücke

Ob das auch meine Highlights waren?? Dazu komme ich gleich…

Meine beiden Mitreisenden hatten den Wanderführer aus dem Michael Müller Verlag dabei und so suchten wir gemeinsam Touren aus, die einige der genannten Punkte beinhalten. Aber wir haben auch noch andere Wanderrouten ausprobiert.

Übrigens: Auf der Webseite des Verlags kann man die GPS Daten zu den Touren und Wanderwegen kostenlos herunterladen. Hier geht’s zu den Daten >> Michael Müller Verlag – Sächsische Schweiz.

Sächsische Schweiz Highlight #1 – Durch die Schwedenlöcher zum Amselfall und zur Bastei

Los ging’s am ersten Tag mit einer Wanderung über ca. 6 km. Gestartet sind wir recht früh (ca. 9 Uhr) am Parkplatz der Basteibrücke (Tagesticket 5,50 Euro). Von dort ging es nach einem kurzen Aussichtsstopp an der Pavillionaussicht hinab in die Schwedenlöcher. Der Weg führt durch die schroffen Felsformationen abwärts und es dauert nicht lange, bis du dich wie in einem Märchen fühlst. Wir hatten ziemlich Glück und haben lange Zeit niemanden getroffen, was die Illusion des Märchenwaldes perfekt gemacht hat.

Die Pavillionaussicht in der Sächsischen Schweiz.

Die Pavillionaussicht in der Sächsischen Schweiz.

Der Eingang zu den Schwedenlöchern in der Sächsischen Schweiz.

Der Eingang zu den Schwedenlöchern in der Sächsischen Schweiz.

Die Schwedenlöcher sind offiziell übrigens „eine klammartige Seitenschlucht des Amselgrundes“ (Wikipedia). Ihren Namen erhielt die Schlucht dadurch, dass sich im Dreißigjährigen Krieg die Dorfbewohner vor den schwedischen Soldaten hier hin flüchteten.

Am Ende der Schwedenlöcher gibt es links eine Abzweigung zum Amselfall und dem Restaurant Amselfallbaude. Der Amselfall ist ein künstlicher Wasserfall und wird durch das Restaurant nach Zahlung von 30 Cent „aktiviert“ – was du dir meiner Meinung nach getrost sparen kannst.

Folgst du am Ende der Schwedenlöcher der rechten Abzweigung, so läufst du eine Weile am hübschen Amselsee entlang. Kurz hinter der Bergwacht an der südlichen Seespitze folgt rechts eine Abzweigung, die auf den Basteiweg mündet. Dieser bringt dich – wie der Name schon sagt – schnurstracks zur berühmten Basteibrücke. Kurz vor der Brücke gibt es noch die Option, die Felsenburg Neurathen anzuschauen. Wir haben erst gezögert, aber im Nachhinein fand ich es gut, dass wir die 2 Euro Eintrittspreis „investiert“ haben. Der Ausblick auf die Felsen von der Felsenburg war für mich eines der Highlights in der Sächsischen Schweiz. Besonders fasziniert hat mich dabei übrigens das Beobachten der vielen Kletterer. Ich klettere seit ca. zwei Jahren in der Halle. Ich glaub so am Felsen würde mir der Angstschweiß wie ein Sturzbach das Gesicht und den Rücken herunter laufen…

Die Aussicht von der Felsenburg Neurathen gehört zu meinen Highlights in der Sächsischen Schweiz.

Die Aussicht von der Felsenburg Neurathen gehört zu meinen Highlights in der Sächsischen Schweiz.

Kurz hinter der Basteibrücke hat man einen wunderschönen Blick ins Elbtal.

Kurz hinter der Basteibrücke hat man einen wunderschönen Blick ins Elbtal.

Von der Basteibrücke geht es in wenigen Minuten zurück zum Parkplatz.

Sächsischer Schweiz Highlight #2 – Der Frühstücksplatz und der Carolafelsen – und einmal durch die Wilde Hölle

Da die Sonne an unserem ersten Tag im Elbsandsteingebirge weiter lachte und wir noch Energie hatten, sind wir von der Bastei zum Parkplatz am Beuthenfall gefahren (Tagesticket 5,50 Euro). Unser angestrebtes Ziel war der Carolafelsen. Auf dem Weg dort hin haben wir den sogenannten Frühstücksplatz entdeckt. Von dort hast du eine wirklich spektakuläre Aussicht auf die Schrammsteine der Umgebung. Ich muss sagen, im direkten Vergleich fand ich die Aussicht hier sogar einen Tick besser als auf dem Carolafelsen, der noch ein kleines Stück weiter den Wanderweg runter ist. Da der Frühstücksplatz sich auch etwas länger streckt, saßen wir hier weniger dicht an dicht mit anderen Wanderern. Das machte die Frühstücksaussicht für mich zu einem weiteren Highlight der Sächsischen Schweiz.

Am Frühstücksplatz im Elbsandsteingebirge

Am Frühstücksplatz im Elbsandsteingebirge

Schrammsteine am Frühstücksplatz

Schrammsteine am Frühstücksplatz

Die Aussicht vom Carolafelsen ist für viele ein Highlight der Sächsischen Schweiz.

Die Aussicht vom Carolafelsen ist für viele ein Highlight der Sächsischen Schweiz.

Auf dem Rückweg wartet dann übrigens (freiwillig) noch eine kleine Herausforderung auf dich. Denn wenn du dich für den Rückweg eher am Parkplatz „Nasser Grund“ orientierst, kommst du – wenn du möchtest – durch die sogenannte Wilde Hölle. Am Eingang zu diesem Abstieg steht extra ein kleines Warnschild, dass es schwierig wird. Ich war ein wenig abgeschreckt, aber die Wilde Hölle ist gut machbar, wenn du durchschnittlich trittsicher und schwindelfrei bist. Denn ab und zu geht es bei diesem Weg schon über kleine Metallsteige und -leitern. Quasi ein kleines Mini-Abenteuer für Zwischendurch. Oder für Angsthasen wie mich eine kleine Mini-Mutprobe. Man wächst ja an seinen Herausforderungen… oder wie war das noch?

Sächsischer Schweiz Highlight #3 – Der Kuhstall

Ich weiß nicht recht ob es am Wetter lag oder an der Tatsache, dass wir am Frühstücksplatz schon schöne Schrammsteine gesehen hatten… jedenfalls flashte mich die eigentliche Schrammsteinaussicht am nächsten Tag nicht so super doll. Versteh mich nicht falsch, ich fand die Aussicht schön, aber im Vergleich war ich nicht so mitgerissen. Für Fans von Leitern und Steigen ist der Aufstieg zur Schrammsteinaussicht von Ostrau kommend auf jeden Fall super.

Schrammsteinaussicht Sächsischen Schweiz

Die Schrammsteinaussicht der Sächsischen Schweiz präsentierte sich uns leider nicht im Sonnenschein.

Nach den Schrammsteinen sind wir dann zum Kuhstall gefahren. Was soll ich sagen? Die Sonne lachte, das Herbstlaub glitzerte in verheißungsvollen Goldtönen, die Aussicht war fantastisch – ja, es war wandertechnisch keine Meisterleistung, sondern eher ein Spaziergang, aber es war oben einfach schön. Kleine Empfehlung am Rande: Den Aufstieg über die Himmelsleiter solltest du dir nicht entgehen lassen. Oben war die Aussicht einfach der Hammer!

Sächsische Schweiz Highlight Kuhstall

Goldene Herbstfarben, Sonne und eine mega schöne Aussicht machten den Kuhstall zu einem Sächsische Schweiz Highlight für mich.

Wenn du genug Geduld mitbringst, kann ich außerdem das Gasthaus am Kuhstall empfehlen. Die lange Schlange zum Bestellen hat sich nur schleppend bewegt. Insgesamt standen wir sicher 30 Minuten an. Das Essen und die Getränke waren solide. Die Suppen sahen gut aus, ich habe aber keine probiert.

Der Kuhstall ist übrigens das zweitgrößte Felsentor im Elbsandsteingebirge. Es wird vermutet, dass er seinen Namen erhielt, weil die Bauern der Umgebung im Dreißigjährigen Krieg hier ihr Vieh vor den schwedischen Soldaten versteckten.

Alternative: Am linken Elbufer im Elbsandsteingebirge wandern

Wenn du lieber etwas abseits des Haupttrubels unterwegs sein willst – an der Bastei gab es zwar noch kein Schubsen, aber es war kurz davor – dann solltest du die Wanderrouten am linksseitigen Elbufer des Nationalparks in Erwägung ziehen. Wir sind am vorletzten Tag unseres Kurzurlaubs durch das Bielatal gewandert (ca. 5,5 km) und das hat mir landschaftlich auch noch einmal sehr gut gefallen.

Elbsandsteingebirge wandern Bielatal

Wer im Elbsandsteingebirge wandern geht, der sollte das Bielatal in Betracht ziehen.

Aussicht im Bielatal in der Sächsischen Schweiz

Kulinarisches Highlight: Burger und Schokolade in Pirna

Weil es an einem Tag recht regnerisch wurde und ich eher so zu den Schönwetter-Wanderern gehöre, waren wir auch noch in Pirna. Ein kleiner Abstecher lohnt sich in jedem Fall, wenn du abends lecker essen gehen möchtest oder die Füße müde werden. Für Schokofans habe ich noch eine besondere Empfehlung – die Trinkschokolade aus der Adoratio Schokoladenmanufaktur! Nachdem ich eben jene ausgiebig geshoppt habe, haben wir uns im Restaurant „Platzhirsch“ einen fetten Burger gegönnt, mmmh…!

In der Sächsischen Schweiz wandern: Die minimalistische Packliste für Outdoorbekleidungsmuffel

Für mich als Outdoorkleidungsmuffel war die Vorbereitung auf die Sächsische Schweiz etwas… ambivalent. Auf der einen Seite war mir total klar, dass die Wanderungen stellenweise schon schwieriger sein werden als ein Spaziergang. Ein bisschen entsprechende Vorbereitung leuchtete mir ein. Auf der anderen Seite verlangte meine besonders tiefe Abneigung gegen Trekkinghosen ihren Tribut. Was hab ich also eingepackt zum Wandern im Elbsandsteingebirge?

  • Wanderschuhe
  • Sneaker
  • 1 Paar Wandersocken (jaaa… wann bin ich eigentlich zu so einem Menschen geworden, der Wandersocken hat?!)
  • 1 dünne Fleecejacke
  • 1 Regenjacke
  • 2 Jeans (für Frauen: idealerweise die mit hohem Stretchanteil)
  • 1 Leggings oder Sporttight
  • 2 Longsleeve T-Shirts
  • 2 bequeme Langarmhemden
  • 1 Pulli
  • Blasenpflaster – wenn du wie ich deine Wanderschuhe vorher nicht eingelaufen hast und auf Risiko spielst
  • 1 Trinkflasche (der Umwelt zuliebe)
  • alles, was dir sonst noch so einfällt

So, ich hoffe ich konnte dir einen Ausflug in die Sächsische Schweiz schmackhaft machen und dir mit meinen drei Wandertouren Highlights ein wenig Orientierung bieten.

Noch mehr Wissenswertes und Inspiration rund um die Sächsische Schweiz findest du auch bei den Beiträgen der folgenden Blogger:

Du warst schon im Elbsandsteingebirge und hast noch einen Tipp? Dann immer her damit!

 

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6 Kommentare

  1. Liebe Imke,
    das sind wirklich wundervolle Eindrücke. Ich habe es bisher leider noch nicht in die Region geschafft, es steht aber ganz oben auf meiner Liste. Vielen Dank für die tollen Infos.

    Viele Grüße,
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      lieben Dank für deinen Kommentar. Die Sächsische Schweiz stand auch lange auf meiner Liste und ich muss sagen, es hat sich soooo gelohnt. Vielleicht ergibt es sich bei dir ja auch demnächst. Ich drück dir die Daumen!

      Viele Grüße
      Imke

  2. Mein persönliches Highlight in der Sächsischen Schweiz war ein Kletterkurs. Es ist schon irre, wenn man 10 Meter an einem Felsen hochklettert und dann von oben etwa 50 Meter in die Tiefe guckt.
    LG Susanne

    • Hallo Susanne,

      oha… da hast du mehr Mut als ich. Ich klettere zwar in der Halle, aber es ist jedes Mal wieder eine Überwindung für mich. Ich krieg quasi schon schwitzige Hände, wenn ich an die Kletterhalle denke. Da will ich mir nicht ausmalen, wie das am Felsen draußen ist 😉 Daher hast du meinen tiefen Respekt!

      Liebe Grüße
      Imke

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