Hamburg, ich liebe dich – auch wenn ich es dir nicht immer zeige

Hamburg Landungsbrücken Hamburg Liebeserklärung

Ach Hamburg, oh du Schöne! Ich weiß, manchmal nehme ich dich viel zu sehr als selbstverständlich hin. Dabei machst du es einem eigentlich so einfach, deine schönen Ecken zu erkunden, denn du hast so furchtbar viele davon… Eine Liebeserklärung!

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arc und John von 1 Thing To Do haben zur Blogparade aufgerufen. Das Thema: Reise vor der Haustür. Das hat mich dazu gebracht, mal etwas näher über meine Heimat Hamburg nachzudenken. Und schwupps, hatte ich beinahe etwas Pipi in den Augen, als ich so über die schönen Seiten der Hansestadt nachdachte. Eigentlich wollte ich ja mit meinem Artikel zur Speicherstadt und der Elbphilharmonie an der Blogparade teilnehmen, aber dann ist es doch eine kleine Liebeserklärung an Hamburg geworden ♥

Schon Störtebecker wusste das der Norden rockt
Und hat mit seinem Kahn hier gleich angedockt…
(Fettes Brot/ Nordish by Nature)

Manchmal vergesse ich, dass ich in einer Stadt wohne, die andere sich bewusst als Reiseziel aussuchen. Hamburger Hafen, Elbphilharmonie & Co. – an vielen Sehenswürdigkeiten komme ich täglich vorbei. Manchmal, wenn das Licht morgens oder abends besonders schön ist, staune ich auch. Dann sitze ich auf meinem Fahrrad, lächle und freue mich, dass ich in einer so schönen Stadt wohne. Doch die meiste Zeit bin ich auf dem Weg irgendwo hin – keine Zeit anzuhalten. Dann fluche ich über die rüpelhaften Autofahrer, die Glasscherben auf Hamburgs Fahrradwegen und über Hamburgs Radwege im Allgemeinen.

Wenn ich alleine unterwegs bin, denke ich meistens: das kannst du auch noch irgendwann angucken. Mit Besuch im Rücken sieht die Sache schon ganz anders aus. Da krame ich die schönen Ecken der Stadt hervor und bugsiere meine Freunde und Familie zu den Ooooh-aaaah Orten Hamburgs. Eigentlich schön blöd, dass man die eigene Stadt nur zu solchen besonderen Anlässen voll auskostet.

Vom Alltag gefangen

In Filmen finde ich es immer romantisch oder zumindest schön, wenn die Protagonisten auf Mauern oder Wiesen sitzen und mit einem spontanen Bierchen den Sonnenuntergang genießen. Momentan trete ich abends eher in die Fahrradpedale und hetze noch kurz durch den Supermarkt, um das Mittagessen für den nächsten Tag zu sichern. Apropos Supermarkt… Ich mach mich manchmal gerne über den Edeka am Mühlenkamp lustig, denn er spiegelt so schön das Winterhuder Wohlstands-Klientel wieder. Aber seien wir mal ehrlich, irgendwie finde ich die einzelnen Cherrytomaten und die Papiertüten in der Gemüseabteilung auch drollig. Denn mein „Kiez“ Winterhude ist mir in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Selbst den Goldbekmarkt, zu dem ich es nie schaffe, finde ich super. Ach liebes Winterhude, klammheimlich hast du mich mit deinen süßen Hamburger Cafés und kleinen Boutiquen um den Finger gewickelt.

Hummel, Hummel – Mors, Mors!

Das süße Leben an der Waterkant – Hamburg, ich liebe dein Wasser

Wenn ich gut drauf bin, freue ich mich auf dem Weg nach Hause über die schöne Spiegelung der Lichter in der Außenalster. Doch die meiste Zeit vergesse ich einfach, die schönen Momente zu genießen.

Dabei bin ich wohl das, was man eine Wasserratte nennt. Da ist es nur konsequent, dass ich morgens und abends auf dem Arbeitsweg einen kleinen Umweg in Kauf nehme, um mit meiner Gazelle an der Außenalster lang zu düsen. Von meiner Wohnung in Winterhude erreiche ich die Außenalster in rekordverdächtigen 10-15 Minuten Fußweg. Im Sommer liebe ich es, mich einfach an das Ufer zu setzen und den leichten Wellen der Stand-up Paddle Boarder zuzuschauen.

Nordisch by Nature ist… wenn du ganze Unterhaltungen mit „Hey“ und „Hoouuu“ führen kannst.

Wie praktisch auch, dass meine neue Arbeit in Neumühlen liegt. So führt mich der tägliche Arbeitsweg nicht nur an der Alster entlang, sondern auch an der Elbe. Und wie dieses Instagram Bild beweist, halte ich auf diesem Weg sogar manchmal an, um das Hafenpanorama zu bewundern. So ganz abgestumpft scheine ich also noch nicht zu sein. Über die Tatsache, dass ich dem von dort aus nahe gelegenen Elbstrand auch öfter mal einen Besuch abstatten könnte, sprechen wir jetzt lieber mal nicht…

Nur eines, liebes Hamburg, geht gar nicht. Dein Astra Bier. Da bin ich leider als geborene Ostfriesin erbarmungslos, auch wenn ich damit vermutlich den Hass diverser Lokalpatrioten auf mich ziehe. Tja, sorry, wie Freunde aus dem Ruhrgebiet bestätigen können bin ich eher der Jever Bier-Typ: friesisch herb…

Aber ansonsten Hamburg bist du schon ziemlich cool… und das ist aus dem Mund einer friesisch herben Ostfriesin schon eine kleine Liebeserklärung ♥♥♥

Noch mehr Hamburg:
  • Super Tipps zu Cafés in Hamburg verrät dir Harriet auf ihrem Blog Fräulein Anker.
  • Geballtes Lokal-Knowhow zu den Lieblingsplätzen von Hamburger Bloggern hat Tanja von Spaness gesammelt.
  • Meine Lieblingscafés zum Frühstücken und Kuchen essen habe ich auf Yummy Travel fremdgebloggt.
Noch mehr #vorderHaustür:
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7 Kommentare

  1. Ich verbringe viel Zeit in Frankfurt am Main, weil ich da arbeite, auch so eine Stadt, wo andere wegen Sehenswürdigkeiten hinfahren. Ich bin aber nie im Zentrum außer beim Drunterdurchfahren in der U-Bahn, und wenn ich dann alle paar Wochen mal austeige, fühle ich mich immer wie ein Tourist.

    • Hallo Tanja,

      in Frankfurt bin ich bisher nur zweimal geschäftlich gewesen. Aber dann sollte ich das vielleicht mal auf die Urlaubsliste setzen 😉

      Liebe Grüße
      Imke

  2. Liebe Imke,
    Hamburg ist eine wirklich schöne Stadt und ich denke gerne an meinen Besuch zurück.
    Besonders die Speicherstadt mit ihren tollen Gebäuden und Fassaden hat es mir angetan:)
    „Eigentlich schön blöd, dass man die eigene Stadt nur zu solchen besonderen Anlässen voll auskostet.“ – Da hast du recht. Meist schiebt man dann auch noch andere Dinge vor, und nimmt sich keine Zeit, die eigene Stadt wirklich zu erkunden oder mal als Tourist anzuschauen.
    Vielen Dank fürs Verlinken, das freut mich sehr:)
    LG, Monique

    • Hallo Monique,

      oh jaaa… die Speicherstadt 🙂 Ich hatte das Glück, zweieinhalb Jahre in einem alten Speichergebäude zu arbeiten. Das ist schon cool, wenn der Arbeitsort so toll aussieht. Gerne gerne verlinkt 🙂

      Liebe Grüße
      Imke

    • Hallo Natalie,
      haha, ja Mütter-Mafia. Das kann ich mir auch gut vorstellen. Aber trotzdem lieben wir ja unsere Stadtteile 😉

      Viele Grüße
      Imke

  3. Pingback: Reiseblogger #vorderHaustür: Liegt das Schöne wirklich so nah? – 1 THING TO DO

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