Ein bisschen Gold und Silber, ein bisschen Glitzer Glitzer

Als ich das zweite Mal in Kuta und etwas lustlos war, schlenderte ich durch das Shoppingcenter und kam am Kino vorbei. Hm… auf einem Inselparadis ins Kino gehen? Ich weiß, ich weiß… aber irgendwann nutzt sich auch Strandflair und Sonne ab. Im Kino war wenigstens die Klimaanlage an. (Und das nicht zu knapp.) Da ich jetzt auch dank Spiegel Online weiß, dass der Film „Now you see me“ im Deutschen den Titel „Die Unfassbaren“ trägt, kann ich euch auch endlich meine Meinung zu diesem Magierfilm präsentieren.

So, also leicht lethargisch auf Bali bin ich ab ins Kino. Zur Auswahl standen „World War Z“ und besagter Magierfilm. Da nehme ich doch die Zauberer. Das allgemeine Urteil vorweg: als Zeitvertreib war der Film absolut ok.

Etwas detaillierter: die vier Magier Atlas, McKinney, Reeves und Wilder werden von einem Unbekannten zusammengebracht und sollen gemeinsam als „The four Horsemen“ einige der größten Tricks aller Zeiten vollführen. Bereits die Einladung des Unbekannten, der seine Pläne durch eine aufwendige holografische Projektion kundtut, verspricht ein großes Glitzerkino.

Für ihren ersten Trick teleportieren die Horsemen sodann einen Zuschauer von Las Vegas in seine Pariser Bank und kurze Zeit später regnet es Dollarscheine auf das Publikum. Der Pariser Tresor ist jedoch leer. Dieser unerklärliche Raubzug ruft Polizei und Interpool auf den Plan. Doch egal wie sehr sie sich anstrengen oder die Hilfe eines professionellen Zaubertrick-Enthüllers suchen, sie können den Horsemen nichts nachweisen. Es beginnt ein aufwendiges Katz und Maus Spiel, denn die Horsemen haben noch zwei weitere Shows angekündigt. Bleibt es also bei einem leeren Banktresor? Und wer ist der große Unbekannte?

Der neue Kinofilm geizt nicht mit modernen Elementen und erinnert vom Gefühl her etwa an „Ocean’s Eleven“. Die Settings sind schick, die Magier stylisch und es gibt beinahe einen Robin Hood Raubzug. Am Ende jedoch geht es nicht um Sozialkritik oder ähnliches, sondern um Rache des Unbekannten. Das Ende der Horsemen ist etwas plötzlich und der Zuschauer erfährt nicht wirklich, welches Schicksal die Figuren ereilt. Die Auflösung begleitet nur ein kurzer Aha-Moment. Diese leichte Oberflächlichkeit kritisierte Spiegel Online als Glitzereffekt und hat damit nicht ganz unrecht.

Ist der Film trotzdem empfehlenswert? Ja, wenn man unterhalten werden will. Wer allerdings auf die raffinierteste und logischste Kinounterhaltung des Jahres hofft, sollte einen anderen Film wählen. „Die Unfassbaren“ benutzt zwar Magie, ist aber beispielsweise nicht so zauberhaft clever wie der Film „The Prestige“, der das Konzept des Zaubertricks besser durchspielt und in seinen Details für mich persönlich überzeugender ist.

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